Erste holt Heimsieg gegen Obernau

Am zweiten Spieltag der Unterfrankenliga konnte Prichsenstadt I ihr Heimspiel gegen Obernau knapp mit 4,5:3,5 gewinnen. 

Prichsenstadt II verlor in der A - Klasse gegen den Favoriten Würzburg IV deutlich mit 2:6.

 

 Mit einem knappen aber verdienten 4,5:3,5 Sieg über Obernau meldet sich Prichsenstadt in der Unterfrankenliga zurück.

Als leichter Außenseiter gegen den Schachclub aus Obernau gestartet, kam mit Blick auf die beiden Prichsenstädter Spitzenbretter sehr schnell Hoffnung auf.

Wie schon in der ersten Runde spielte Thomas Steinhauser mit den scharfen Morra-Gambit auf Angriff. Zwar bereitet sich sein Gegner auf die Eröffnung akribisch vor,

dennoch verlor er bei den entstehenden Komplikationen den Überblick und verlor in nur 23 Zügen. Auch Michael Ziegler konnte nach deutlich zu optimistischer Eröffnungsanlage seines Gegners an Brett 1 sehr schnell zwei Bauern gewinnen. Nach einem weiteren überzeugnden Sieg des derzeit formstarken Wolfgang Schmitz wurde die Luft für Obernau bereits recht dünn.

Angesichts des Spielstandes vereinbarte Jugendspieler Michael Köhler trotz leicht besser Stellung remis. Helmut Lindner hatte in der Eröffnung eine große Chance auf Vorteil vergeben, steuerte aber letztendlich ein weiteres wichtiges remis bei. Routinier Manfred von Golitschek sorgte dann bereits für die Entscheidung. Die beiden übrigen Bretter von Otto Mutzbauer und Dieter Krenz waren dann für den Ausgang des Mannschaftskampfes schon nicht mehr von Bedeutung. Trotzdem wurde natürlich noch lange verbissen gekämpft auch wenn beide Partien am Ende verloren gingen.

Angesichts des Umstandes, dass Prichsenstadt an fast jedem Brett nominell etwas schlechter besetzt war kann man mit diesem Erfolg hoch zufrieden sein. Am nächsten Spieltag in Mömbris wird dann bereits eine Vorentscheidung fallen ob Prichsenstadt diese Saison wieder um den Aufsteieg mitspielen wird, oder sich nach unten orientieren muss. Alles ist in dieser ausgeglichenen Liga möglich.

 

 

Eine schwere Begegnung hatte die zweite Mannschaft. Die deutlich favorisierten Gäste Würzburg 4 liesen von Beginn an keinen Zweifel über den Sieg des Kampfes aufkommen. 

Zuerst mussten nach knapp einer Stunde unsere beiden Jugendlichen Fabian Burzler und Philipp Eckoff die Routine ihre Gegner Werner Lang und Ulrich Borkowski anerkennen. Nach ungefähr gleicher Eröffnung machte sich die Erfahrung der Gästespieler im Mittelspiel bemerkbar und Würzburg führte mit 2:0.

Nach etwa 1,5 Stunden einigten sich Andreas Szymanski an Brett 3 und Werner Klüber am Spitzenbrett mit ihren etwa gleichstarken Gegner Kremmler und Hofmann-Weippert in ausgeglichenen Positionen auf Remis (1:3). Kurz darauf verschlechterte sich die Stellung von Claudius Feidel an Brett 5. Leider fand er gegen Leonhard Schweizer nicht mehr die richtige Verteidigung und musste aufgeben (1:4) Nach fast 2,5 Stunden konnte auch unser jüngster Paul Dittrich am letzten Brett gegen Kai Hofmann seine Stellung nicht mehr halten und musste aufgeben (1:5).

Sehr spannend verliefen die Partien von Annette Burzler an Brett 2 und Dominik Schwarz an Brett 4. Dominik verlor in der Eröffnung einen Bauern. Im Mittelspiel lies Albrecht Kliem wenig zu und so wurde in ein Doppelturmendspiel mit einem Bauern weniger abgewickelt. Im Endspiel sah schon alles nach einer weiteren Niederlage aus, doch ein paar Ungenauigkeiten wendeten das Blatt. Nach einem unvorteilhaften Turmtausch konnte Dominik die Bauern seines Gegner stoppen. Nach einem weiteren ungenauen Zug des Gegners wäre die Partie sogar glatt gewonnen gewesen. Dominik traute sich aber nicht das zweite Turmpaar zu tauschen, da er mit einem Bauern weniger im Endspiel verblieben wäre. Hier hätte jedoch ein Bauerndurchbruch gewonnen. Dominik entschied sich für die sichere Lösung und wickelte das schwache Spiel noch ins Remis ab. 

An Brett 2 konnte Annette Burzler gegen Martin Cebulla starken Druck aufbauen. Am Ende, nachdem sich der Rauch verzogen hatte, blieben Dame und Läufer gegen 2 Türme des Gegners. Aufgrund der starken Zeitnot noch 16 Züge in knapp 4 Minuten einigte sie sich auf eine Punkteteilung.

 

Am Ende stand ein in der Höhe etwas zu hohes, aber nicht unverdientes 2:6 für Würzburg IV. 

Auch in der neuen Liga befinden wir uns nach zwei Runden am Tabellenende. 

Am nächsten Spieltag müssen wir zu Stetten IV.