Erste Mannschaft verliert ersatzgeschwächt

Mit 3:5 verloren Prichsenstadts Schachspieler ihren Saisonauftakt knapp und unglücklich. Dass sie aufgrund von zahlreichen Absagen in Mömbris nur mit sieben Spielern angetreten waren, erwies sich als zusätzliche Hypothek. So ging man mit einem 0:1-Rückstand in den Vergleich. Wie hart gekämpft wurde, zeigt der Umstand, dass die erste Partie erst nach über drei Stunden entschieden wurde.

An Brett zwei verkomplizierte Thomas Steinhauser seine gedrückte Stellung und behielt am Ende die Übersicht. Auch Michael Ziegler am Spitzenbrett knüpfte nahtlos an seine guten Leistungen der vergangenen Saison an und gewann mit den weißen Steinen souverän. Spielentscheidend war dann die überaus unglückliche Niederlage von Wolfgang Schmitz. In einer klaren Gewinnstellung verlor er kurz vor der Zeitkontrolle im 40 Zug durch Zeitüberschreitung.

Damit waren die Siege der Spitzenbretter wieder egalisiert, und die hinteren Bretter, an denen Mömbris nominell stärker aufgestellt war, mussten die Entscheidung bringen. Besonders schwer tat sich Nachwuchstalent Michael Köhler der mit der unorthodoxen Eröffnungsbehandlung seines Gegners überhaupt nicht zurecht kam und schnell in schwieriges Fahrwasser geriet. Helmut Lindner verlor schnell etwas Material, erhielt dafür aber einen vielversprechenden Angriff. Nachdem dieser verflacht war, entschied jedoch das Material: 2:4.

Von den letzten beiden Partien durfte niemand verlieren, was angesichts der Stellungen unrealistisch war. Dieter Krenz und Werner Klüber kämpften zwar fast sechs Stunden verbissen, konnten aber jeweils nur einen halben Zähler einfahren.

Damit ist der Saisonauftakt misslungen. Die teilweise sehr guten spielerischen und kämpferischen Leistungen einzelner Spieler geben aber zur Hoffnung Anlass, dass bei vollzähligem Antreten in den nächsten Runden gepunktet werden kann.