Knappe Niederlage im Derby

 Am 3. Spieltag der Unterfrankenliga stand das Derby gegen Kitzingen II an. Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt an die Bretter. Am Ende hatte Kitzingen II mit 4,5:3,5 das bessere Ende für sich.

Gegen die zweite Mannschaft des SC Kitzingen hatten wir von Beginn an einen schweren Stand. Die Misere begann, als Werner Klüber einen vergifteten Bauern einheimste und von Hans Nußbaumer, dem „Urgestein” des Kitzinger Schachs, anschließend geradezu überrollt wurde. An Brett 2 setzte Thomas Steinhauser seinen Gegner Dimitri Cernins mit den weißen Steinen am Königsflügel stark unter Druck. Nachdem er einen erfolgversprechenden Einschlag verpasst hatte, rettete sich der Gegner jedoch durch Zugwiederholung ins Remis.

Das gleiche Ergebnis erzielten auch Annette Burzler gegen Martin Kwossek und Helmut Lindner gegen Moritz Basel. Mit der Niederlage von Otto Mutzbauer gegen Bernd Buchinger verschlechterten sich die Prichsenstädter Chancen deutlich, denn die restlichen drei Partien ließen kaum Hoffnung aufkommen.

Die Stellung am dritten Brett, wo Dieter Krenz auf Florian Degering traf, war völlig verflacht, so dass alsbald nur die Einigung zum Remis blieb. Nun hätten wir aus den restlichen zwei Partien zwei Siege benötigt, um noch ein Unentschieden zu erreichen.

Allerdings ließ Wolfgang Schmitz' Stellung gegen Thomas Gebauer derartige Träume nicht zu, denn Schmitz konnte nur noch mit einer Figur weniger ums Remis kämpfen,  was ihm gelang.                          Nach rund fünf Stunden Spielzeit endete die wohl interessanteste Partie des Tages. Michael Ziegler, derzeit erfolgreichster Spieler der Unterfrankenliga, und Ingolf Gernert lieferten sich am ersten Brett einen packenden Kampf. Durch Gernerts Druckspiel mit den weißen Steinen war Ziegler in einem komplizierten Endspiel in hohe Zeitnot geraten. Er behielt aber dennoch den Überblick, drehte die Stellung und fuhr Prichsenstadts einzigen Sieg ein. 

Nach dieser knappen Niederlage muss man sich wohl vorerst Richtung Tabellenende orientieren und in den nächsten Partien wichtige Punkte für den Klassenerhalt holen.