Punkteteilung für beide Teams

Am 6. Spieltag der Verbandsrunde gab es für beide Mannschaften nur Punkteteilungen. Prichsenstadt I erreichte bei Klingenberg II ein 4:4. während sich die zweite Mannschaft gegen Unterdürrbach ein 3:3 erkämpfte.

Um Haaresbreite sind die Prichsenstädter Schachspieler am Sonntag in Klingenberg an einer noch größeren Blamage vorbeigeschrammt.

Dabei konnte man die nominell beste acht in dieser Saison aufbieten und war auf dem Papier klar favorisiert.

Im Vertrauen auf die starken Prichsenstädter Spitzenbretter wurden nach 3 Stunden die ersten Remis vereinbart.

Werner Klüber vermochte es nicht, mit den weißen Steinen um einen Vorteil zu spielen. Helmut Lindners Parte war ausgekämpft und keiner hatte am Ende die Nase vorn.

Auch Manfred von Golitschek neutralisierte sich mit seinem Gegner. Am meisten Leben in der Partie war wieder einmal bei Thomas Steinhauser: einen Eröffnungsvorteil verspielte er in hochtaktischer Stellung und wandelte einige Züge am Abgrund. Sein Gegner verpasste unter anderem eine einfache 2-zügige Mattkombination. - Eine absolute Rarität in dieser Klasse. Nachdem der Klingenberger Langer mehrfach den Todesstoß übersah, befreite sich Steinhauser unter dem ungläubigen Stauen der Mitspieler und Gegner und gewann sogar noch. Trotzdem geriet der erhoffte Mannschaftssieg nicht in Reichweite. Dieter Krenz verspielte eine verheißungsvolle Position sogar noch zum Verlust.

Wolfgang Schmitz konnte seine Zwischenzeitliche Initiative in nichts Zählbares ummünzen und verlor ebenfalls.

Nicht eingeplant war auch das überraschende Remis vom etatmäßigen Spitzenspieler Michael Ziegler gegen seinen 300 DWZ punkte schwächeren Gegner Schüssele.

Für Schadensbegrenzung sorgte an Brett 1 der in London lebende Johannes Arens der bei einem Heimatbesuch seinem alten Verein aushalf.

Mit diesem 4:4 schafft es Prichsenstadt nicht sich entscheidend von den Kellerrängen abzusetzen. In den letzte 3 Runden muss nun gegen deutlich schwerere Gegner gepunktet werden um auf der sicheren Seite zu sein.

  

Ebenfalls favorisiert ging die zweite Mannschaft in den Kampf gegen Unterdürrbach. Die Gäste waren mit nur fünf Spielern angereist. So kam Philipp Eckoff, der kurzfristig nach einem krankheitsbedingten Ausfall einsprang, zu einem kamplosen Punkt. Ebenfalls souverän herausgespielt war der Sieg von Claudius Feidel an Brett 5. Er lies seinem Gegner nie eine Chance und konnte das sichere 2:0 erzielen. Die noch laufenden Partien gaben weniger Anlass zur Hoffnung. Andreas Szymanski hatte im frühen Mittelspiel eine Figur eingestellt. Diese verwertete sein Gegner sicher (2:1). Auch Otto Mutzbauer musste am Spitzenbrett nach zähem Kampf gegen den besten Spieler der Liga Gerhard Münch die Überlegenheit des Gegners einsehen (2:2). Als schließlich Dominik Schwarz am 4. Brett in gedrückter Stellung in einer taktischen Abwicklung fehlgriff, entscheidend Material verlor und aufgeben musste, stand die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand (2:3). An Brett 3 behielt Michael Köhler in Zeitnot kühlen Kopf und konnte sein aktives Figurenspiel zum Sieg verwerten und der Mannschaft das 3:3 retten. Nach diesem Unentschieden bleiben wir im Mittelfeld mit Kontakt zur Spitze.