Wolfgang Schmitz sichert den Klassenerhalt

Am letzten Spieltag der Unterfrankenliga verlor die erste Mannschaft einen spannenden Kampf mit 3,5:4,5. Für den Klassenerhalt war jeder einzelne Brettpunkt wichtig. Dementsprechend wurde verbissen gekämpft.

In der letzten Spielrunde der Unterfrankenliga kassierten die Prichsenstädter eine knappe Niederlage. In der ersten entschiedenen Partie einigte sich Werner Klüber mit Jürgen Hauck auf Remis, nachdem sich seine vorteilhafte Stellung nicht weiter verstärken ließ. Schon bald darauf brachte Thomas Steinhauser die Hausherren in Führung, indem er Jochen Schricker mit einem beeindruckenden Tanz seiner Springer vor der gegnerischen Rochade-Stellung geradezu schwindlig spielte. Damit erreichte Steinhauser mit 6,5 Punkten aus neun Partien nicht nur das beste Mannschaftsergebnis, sondern sogar den ausgezeichneten dritten Platz in der gesamten Unterfrankenliga.

Auch Michael Ziegler lieferte mit 5,5 aus neun ein sehr gutes Ergebnis ab. Umso mehr, weil er meist am ersten Brett spielte und in der Regel die stärksten Gegner hatte. Diesmal teilte er sich mit Michael Konik in einer unklaren Stellung die Punkte. Kurz darauf musste Michael Köhler gegen den erfahrenen Walter Scheer die Waffen strecken, nachdem ihm eine Figur abhanden gekommen war. Ein weiteres Remis steuerte Manfred von Golitschek gegen Lutz Sittinger bei. Seine stets ausgeglichene Stellung animierte keinen der Kontrahenten zu Gewinnversuchen. Am dritten Brett war Dieter Krenz gegen Marco Lindner in eine unangenehme Variante geraten. Nach einem positionellen Bauernopfer des Gegners brach seine Verteidigung völlig zusammen und er musste aufgeben.

Damit hatte Mainaschaff die Führung übernommen. Alle Aufmerksamkeit galt den letzten beiden laufenden Partien, aus denen Prichsenstadt zum Unentschieden 1,5 Punkte benötigt hätte. Die Stellung von Otto Mutzbauer gegen Bianca Stolcz ließ jedoch wenig Hoffnung aufkeimen. Eine imposante Bauernwalze bewegte sich Richtung Umwandlung und wog Mutzbauers Qualitätsvorteil mehr als auf. Schließlich wandelte sich die Stellung in ein Endspiel Dame gegen Turm und Läufer, in dem Stolcz' Dame den in der Brettmitte stehenden König auf vielfältige Weise belästigen und letztlich Material gewinnen konnte.

Damit war Prichsenstadts Niederlage besiegelt. Jedoch konnten im Kampf um den Klassenerhalt auch die Brettpunkte eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb spielte Wolfgang Schmitz gegen Ralph Pabel kompromisslos auf Sieg und ging dabei ein hohes Risiko ein. Als Lohn gelang ihm zu guter Letzt eine hübsche Mattkombination. Sein Sieg brachte Prichsenstadt in puncto Klassenerhalt auf die sichere Seite. (dkr)