Wichtiger Punkt im Abstiegskampf

Prichsenstädt erkämpft 4:4 in Sailauf

Nach einem bitteren Rückschlag gegen Kitzingen vor drei Wochen konnte der SC Prichsenstadt nun gegen Sailauf immerhin einen Mannschaftspunkt erringen. Dies muss umso mehr als Erfolg verbucht werden, als dass mit Werner Klüber und Wolfgang Schmitz zwei bewährte Stammspieler kurzfristig ausgefallen waren. Nach einem abwechslungsreichen Spielverlauf wurde die Niederlage erst in letzter Minute durch Richard Hilgert abgewandt.
Bereits nach gut zwei Stunden war Thomas Steinhauser ein Einstand nach Maß gelungen, indem er in einer stark geführten Partie mit einem Bauernsturm am Damenflügel und einigen taktischen Schlägen seinen Gegner Gerhard Elbert zur Aufgabe zwang. Wenig später kam der wieder einsatzbereite Johannes Arens am Spitzenbrett mit Walter Schell nach nur gut 20 Zügen zu einem unspektakulären Remis durch Zugwiederholung.
Die frühe Führung Prichsenstadts dank Steinhausers Sieg sollte aber nicht von Dauer sein. Zunächst musste Dieter Krenz gegen Jürgen Zimlich die Waffen strecken, nachdem ein Einsteller eine Figur gekostet hatte und zudem sein König schutzlos in die Brettmitte gezwungen worden war. Bald darauf ging auch die erste Zeitnotschlacht des Mannschaftskampfes für Prichsenstadt verloren, als Peter-Georg Kriener, in ohnehin zunehmend kritischer Stellung, gegen René Christ seine Bedenkzeit überschritt.
Nach der Zeitnotphase war Prichsenstadt also 1,5:2,5 in einem Rückstand, der sich noch weiter vergrößerte, als Helmut Lindner bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison seine kurz zuvor noch aussichtsreiche Stellung in ein verlorenes Bauernendspiel abwickelte, das sein junger Gegner Daniel Wissel problemlos verwertete.
Mit diesem mächtigen Zweipunkterückstand konfrontiert, zeigte sich nun aber der altbekannte, in dieser Saison bisher aber meist scheinbar enschlafene Prichsenstädter Kampfgeist. Zunächst konnte Prof. Otto Mutzbauer bei seinem Debut in der ersten Mannschaft seinen früh eroberten Mehrbauern im Endspiel gegen Florian Wissel souverän in einen Sieg ummünzen. Mutzbauers durchgehend stark geführte Partie verdient besondere Anerkennung, da er erst äußerst kurzfristig für Wolfgang Schmitz eingesprungen war. Mit diesem Sieg war der Anschluss gelungen, und alles hing von den letzten beiden noch laufenden Partien ab.
Zunächst musste sich jedoch Michael Ziegler, der zuvor gewohnt nervenstark eine horrende Zeitnot überstanden hatte, nach fünf Stunden Spielzeit gegen den Routinier Norbert Aßmann in einem Turmendspiel ins Remis fügen. Somit lastete nun allein auf Richard Hilgert der Siegzwang, um der Mannschaft das Unentschieden zu sichern. Zwar hatte Hilgert gegen Simon Feller früh eine Qualität gewonnen, doch deren Verwertung stellte sich als ungewöhnlich schwierig heraus. Die geschlossene Bauernformation des Gegners ließ keine einfachen Gewinnpläne zu. Mit Blick auf den Mannschaftsstand lehnte Hilgert Remis jedoch ab und manövrierte unermüdlich weiter bis in beidseitige Zeitnot. Erst nach fast sechs Stunden, als die Prichsenstädter die Hoffnung schon praktisch aufgegeben hatten, wurde Hilgerts Hartnäckigkeit endlich belohnt, als er den gegnerische Turm einsperren und erobern konnte, was seinen Gegner zur Aufgabe zwang.
Nach diesem abwechslungsreichen Verlauf mit sechs entschiedenen Partien und einem dramatischen Schluss war immerhin ein 4:4 erkämpft - ein Mannschaftspunkt, der sich im Abstiegskampf noch als sehr wertvoll herausstellen könnte. Nun gilt es für Prichsenstadt in den letzten beiden Spielen, hoffentlich wieder in Bestbesetzung, unbedingt weitere Punkte gegen Schweinheim und Versbach zu sammeln.

 

 

Die 2. Mannschaft konnte leider aufgrund der kurzfristigen Ausfälle in der 1. Mannschaft nicht antreten und musste sich gegen die 2. Mannschaft aus Lohr kampflos 0:8 geschlagen geben. Aufgrund des sehr schweren Restprogramms mit Versbach II und Rottendorf II muss man sich wahrscheinlich wieder Richtung Tabellenende orientieren.

 

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!