Sieg und Niederlage zum Auftakt

Die beiden Prichsenstädter Teams sind durchwachsen in die Saison 2012/2013 gestartet. Während die 1. Mannschaft gegen Schweinfurt II einen knappen 4,5:3,5 in der Unterfrankenliga einfahren konnte, musste sich Prichsenstadt II in der A - Klasse Mitte gegen Rieneck deutlich mit 2:6 geschlagen geben.

 

Mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse, mit einem 4,5:3,5 Sieg konnte sich die 1. Mannschaft des SC Prichsenstadt zum Saisonauftakt gegen Angstgegner Schweinfurt II durchsetzten. Dabei wurden 5 der 8 Partien relativ schnell entschieden. Doch die restlichen Begegnungen hatten es in sich. Selbst nach über fünfeinhalb Stunden war noch keine der entscheidenden Partien geklärt. Zunächst setzte es sogar noch einen Rückschlag. Wolfgang Schmitz, der im Mittelspiel Material geopftert hatte, fand in der ersten Zeitnotphase nicht die stärkste Fortsetzung und konnte seine Stellung nach fast 6 Stunden dann nicht mehr halten. Zwar hatten die beiden verbliebenen Prichsenstädter zu diesem Zeitpunkt schon ordentliche Stellungen herausgespielt, doch verblieben ihnen noch wenige Sekunden Restbedenkzeit auf der Uhr, was das Ganze zu einer nervenaufreibenden Zitterpartie machte. Den ersten Bigpoint machte dann Werner Klüber nach fast 6 Stunden. Zwar konnte er die Partie lange zuvor kippen, doch sein starker Gegenspieler bereitete ein ums andere Mal Schwierigkeiten um sich aus der Umklammerung zu befreien. In einer immer hektischer werdenen Zeitnotschlacht konnte er sich aber am Ende durchsetzen. Die Entscheidung über Sieg , Untentschieden oder Niederlage lag nun alleine in den Händen Peter-Georg Krieners. Er hatte aus der Eröffnung heraus große Schwierigkeiten und geriet teilweise klar auf die Verliererstraße. Durch großen Kampfgeist arbeitete er sich jedoch noch mal heran. Als sein Gegner durch Zeitüberschreitung in schlechter Stellung verlor, hatte er selbst nur noch 15 Sekunden Restbedenkzeit. - Knapper geht es nicht.

Ganz im Gegensatz zu den umkämpften Partien von Klüber und Kriener ging es diesmal an den Spitzenbrettern entspannter zu. Michael Ziegler der mit seiner Eröffnung nicht 100% zufrieden war, akzeptierte schon nach 1,5 Stunden ein Remisangebot seines Gegners. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Thomas Steinhauser an  Brett 2 ein Friedensangebot vorliegen. Er lehnte dies zunächst ab, akzeptierte dann aber nach weiteren Vereinfachungen ein zweites Angebot. Ein weiteres Kurzremis steuerte Richard Hilgert bei. Etwas unglücklich agierte der frischgebackeden Prichsenstädter Stadtmeister Dieter Krenz. Nach einem unvorteilhaften Abtausch hatte er mit schwacher Königstellung und schlecht stehenden Figuren zu kämpfen. Die souveränste Leistung lieferte ausgerechnet der "Ersatzmann" Manfred von Golitschek ab. Sein Spiel ließ zu keiner Zeit Zweifel über den Ausgang aufkommen. Durch den Auftaktsieg stehen die Chance gut, dass es dieses jahr in Prichsenstadt nicht wieder eine Zitterpartie bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gibt. Noch dazu, weil in den nächsten Spielen möglicherweise wieder der Spitzenspieler Arens eigesetzt werden kann, der am vergangenen Sonntag beim München-Marathon antrat.

 

Schon zu Beginn war klar das es Prichsenstadt II gegen Rieneck, die an allen Brettern DWZ Vorteile hatten, sehr schwer wird etwas zählbares mitzunehmen. Leider musste die 2. Mannschaft auf ihre beiden Spitzenspieler verzichten, da einer wegen Krankheit absagen musste und der andere in der 1. Mannschaft benötigt wurde. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war bereits die erste Entscheidung gefallen. Roland Seiling hatte am 8. Brett schnell eine passive Stellung. Schließlich verlor er eine Figur und lies sich von seinem Gegner Maximilian Stumpf matt setzen.

Nach einer Stunde gerieten auch Andreas Szymanski (Brett 4) und Oskar Lechner in schlechtere Stellungen. Während sich Szymanski in einem Springerendspiel noch zäh zu verteidigen versuchte, übersah Lechner eine taktische Falle und verlor eine Figur und mehrere Bauern. In der Zwischenzeit erreichte Alban Ioan (Brett 7) mit Weiß gegen Pascal Klamka ein ungefährdetes Remis. Kurz danach mussten Szymanski gegen Schneider und Lechner (Brett 6) gegen Theuerzeit ihre schlechteren Stellungen endgültig aufgeben. So führte Rieneck schon deutlich mit 3,5:1,5. Nach gut zwei Stunden bot Claudius Feidel (Brett 3) seinem Gegner Marx remis welches dieser annahm (4:1). Kurz darauf vereinbarten auch Dominik Schwarz (Brett 5) gegen Andreas Röder und Helmut Lindner gegen Martin Bechold (Brett 2) Remis, da sie keine vernünftige Gewinnchance mehr hatten (5:1). Als letztes kämpfte noch Prof. Dr. Otto Mutzbauer am ersten Brett. Sein Remisangebot wurde von Frank Fischer abgelehnt und Mutzbauer verlor das Endspiel, da seine Figuren nicht aktiv genug standen.

Das Spiel endete mit einem deutlichen, wenn auch etwas zu hoch ausgefallenen 6:2 für Rieneck.

Nach dem ersten Spieltag sind wir nun Tabellenletzter und müssen am nächsten Spieltag beim Auswärtsspiel gegen Rottendorf III punkten. Dieses Spiel können wir dann hoffentlich wieder in besserer Besetzung in Angriff nehmen.       

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!