SC Prichsenstadt im Aufwind

Matchwinner in der 2. Mannschaft: Claudius Feidel
Matchwinner in der 2. Mannschaft: Claudius Feidel

Am zweiten Spieltag der Mannschaftskämpfe Unterfranken feierten beide Mannschaften des SC Erfolge. Während die erste Mannschaft an heimischen Brettern gegen Sailauf nichts anbrennen lies, musste die zweite Mannschaft gegen Rottendorf III deutlich mehr für den Sieg kämpfen.

Nach der deutlichen 2:6 Niederlage gegen Rieneck am ersten Spieltag (die nachträglich wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers als 0:8 gewertet wurde) sollte Prichsenstadt II gegen Rottendorf III gewinnen um das Saisonziel sicherer Mittelfeldplatz zu erreichen.

Mit einem deutlichen 6:2-Heimerfolg gegen die Schachfreunde Sailauf konnten die Schachspieler des SC Prichsenstadt I den zweiten Sieg in der zweiten Runde der Unterfrankenliga verbuchen.

In Bestbesetzung angetreten, war Prichsenstadt zwar schon im Vorfeld Favorit gegen die Sailaufer, die auf ihren Spitzenspieler Alexander Zentgraf verzichten mussten. Ein so deutlicher Sieg war jedoch nicht zu erwarten gewesen.

Den Auftakt nach zweieinhalb Stunden setzte Peter-Georg Kriener, der seinem Kontrahenten Günter Grod früh einen Turm abknöpfte und das Materialplus problemlos verwertete. Bald darauf konnte Thomas Steinhauser seine zwischenzeitlich bedenkliche Stellung gegen Jürgen Zimlich zum Remis abwickeln. Wenig später willigte auch Wolfgang Schmitz in ausgeglichener Position, doch bei knapper Bedenkeit gegen René Christ ins Remis ein, zumal die Lage an den anderen Brettern zu diesem Zeitpunkt schon vielversprechend aussah. Tatsächlich profitierte Routinier Dieter Krenz von einer Unachtsamkeit seines Gegners Gebhard Elbert, und konnte diesen forciert mattsetzen. Dagegen fand Richard Hilgert keinen Weg, seinen Mehrbauern gegen Robin Hasenstab zu verwerten, steuerte aber mit seinem ungefährdeten Remis einen weiteren halben Punkt zum 3,5:1,5-Zwischenstand bei. Werner Klüber blieb es nun überlassen, mit seinem zweiten Saisonsieg den Mannschaftserfolg sicherzustellen. Nachdem Klüber die geschwächte Stellung seines Gegenübers Andreas Grod einige Zeit „geknetet“ hatte, überschritt dieser kurz vor seinem 40. Zug die Bedenkzeit. Noch weiter in die Höhe getrieben wurde das Ergebnis durch Michael Ziegler, der gegen Norber Aßmann im Mittelspiel eine Mehrfigur gewann und diese gewohnt souverän verwertete. Das ausgekämpfte Unentschieden von Johannes Arens am Spitzenbrett gegen Walter Schell komplettierte den Erfolg des SC Prichsenstadt, in welchem bemerkenswerterweise alle vier Weißpartien gewonnen und alle vier Schwarzpartien remisiert wurden. Mit diesem 6:2-Sieg setzte sich Prichsenstadt sogar an den geteilten zweiten Tabellenplatz, und kann dem nächsten Spiel gegen Würzburg III sowie dem weiteren Saisonverlauf mit Optimismus entgegenblicken.

Der Kampf der 2. Mannschaft begann alles andere als vielversprechend. Justin Seidl geriet in seinem erst zweiten Mannschaftskampf an Brett 8 nach einem Eröffnungsfehler schnell auf die Verliererstraße und musste nach 45 Minuten aufgeben (0:1). An Brett 5 dominierte Andreas Szymanski mit Weiß von Beginn an. In einem Sizilianer bekam Schwarz kein Gegenspiel und Szymanski konnte seinen Gegner Manfred Burkard nach ca. 1,5 Stunden in die Knie zwingen (1:1). Zur selben Zeit zeichnete sich an Brett 7 eine schwierige Stellung für Oskar Lechner ab. Mit einem Mehrbauern versuchte Sven-Holger Fleck Oskar Lechner zur Aufgabe zu zwingen. Doch statt das 2:2 für Rottendorf zu machen verrechnete er sich in einer Kombination und gab mit einem Turm weniger auf (2:1).Nach drei Stunden einigte sich Helmut Lindner (Brett3) mit Klaus Orth in gleicher Stellung auf Remis (2,5:1,5). Nahezu zeitgleich hatte Otto Mutzbauer (Brett 2) Glück als sein Gegner Robert Moore die Zeit vergaß und die 40 Züge nicht in zwei Stunden ausführte. Die Stellung war schwierig und etwa im Gleichgewicht(3,5:1,5). Nach ca. 3,5 Stunden musste Dominik Schwarz (Brett 6) gegen Silvio Baumgarten ein Turmendspiel mit zwei Bauern weniger, das aus einem zu passiv gespielten Caro - Kann entstanden war, aufgeben (3,5:2,5). Claudius Feidel (Brett 4) hatte gegen Ernst-Linus Langer ein schwieriges Damenendspiel. Langer lehnte aufgrund des Spielstandes Remis ab und überzog die Stellung und verlor (4,5:2,5). Somit stand der Mannschaftssieg fest. Manfred von Golitschek kam an Brett 1 gegen Konrad Wilm in einem Turmendspiel nicht über ein Remis hinaus (5:3).

Nach diesem Sieg sollte nun der Grundstein für einen gesicherten Mittelfeldplatz gesichert sein.

Spitzenbretter: Manfred von Golitschek ( vorne, Brett 1) und Otto Mutzbauer (hinten, Brett 2)
Spitzenbretter: Manfred von Golitschek ( vorne, Brett 1) und Otto Mutzbauer (hinten, Brett 2)

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!