Holpriger Saisonstart für Prichsenstadt

Zum Auftakt in die neue Saison musste Prichsenstadt I gegen Marktleuthen eine deutliche 2,5:5,5 Niederlage hinnehmen. Die zweite Mannschaft verlor denkbar knapp mit 4,5:3,5 gegen Stetten III

Alles andere als einen Auftakt nach Maß erwischte Aufsteiger Prichsenstart bei seiner Rückkehr in die Regionalliga. 

In Marktleuthen im Fichtelgebirge musste eine 5,5: 2,5 Niederlage eingesteckt werden. Dabei war schon vorher klar, dass die Begegnung kein Selbstläufer werden würde, denn ausgerechnet Spitzenspieler Johannes Arens fehlte zum Auftakt. Er trat zeitgleich beim München Marathon an, wo er von fast 20000 Teilnehmern mit einer Zeit von 2:31 einen sehr guten 20. Platz erreichte.

 

Da kein adäquater Ersatzmann zur Verfügung stand, blieb jedoch sein Brett in Marktleuten frei, was eine kampflose Führung für den Gastgeber bedeutete.

 

Trotz dieses Handycaps gelang es jedoch den Vergleich einigermaßen spannend zu gestalten. Verantwortlich dafür waren unter anderem Dieter Krenz, Peter-Georg Kriener und Wolfgang Schmitz. Alle drei erreichten gegen ihre deutliche favorisierten Gegner ausgegliche oder sogar vorteilhafte Positionen. Leider gelang es ihnen nicht, dies in Punkte umzumünzen. "Unglücksrabe" des Tages war dabei Peter-Georg Kriener, der einen Zug vor der Zeitkontrolle aufgrund einer Zeitüberschreitung verlor. Am längsten leistet Wolfgang Schmitz Wiederstand. Als er nach über 5 Stunden aufgeben musste, waren die zwischenzeitlich aufkeimenen Hoffnungen auf eine Überraschung beerdigt. Die waren aufgekommen, als Thomas Steinhauser sein Partie gewann. Zuvor konnte sein Gegner einen Königsangriff nur unter großem Materialverlust abwehren. Da dies jedoch im Verlauf der einzige Sieg blieb, ging der Mannschaftsvergleich letzenendes klar verloren.

 

Zwar konnten Werner Klüber und Richard Hilgert mit ihren Remisen kleine Achtungserfolge erzielen, da aber Michael Ziegler auch nicht über eine Punkteteilung hinaus kam blieb man bei 2,5 Zählern stehen. Trotz dieser Niederlage sieht man in Prichenstadt keineswegs pessimistisch in die neue Saison. Bereits am nächsten Spieltag, wenn der Oberfrankenligaaufsteiger Thiersheim empfangen wird, bestehen gute Chancen auf die ersten Mannschaftspunkte.

 

Die zweite Mannschaft des SC Prichsenstadt ist gerade von der A-Klasse in die Kreisliga aufgestiegen und unser Ziel ist der Klassenerhalt. Das erste Verbandspiel in dieser Klasse war ein "Stresstest". Wir haben uns ordentlich geschlagen und nur -- sogar etwas unglücklich -- mit 4.5 : 3.5 verloren.

Am ersten Brett hat Manfred v. Golitschek (weiß) im Königsindisch einen ungestümen Angriff seines jugendlichen Gegenspielers, M. Gerhard, auf dem Königsflügel mit einem Gegenangriff auf dem Damenflügel parieren können und gewonnen. Claudius Feidel (schwarz) hat mit zwei Mehrbauern und nach, vom Gegner, G. Mehling, angebotenem Remis, allerdings unklarer Gesamtsituation, doch noch in kritischer Stellung verloren. Helmut Lindner (weiß) hat in einem geschlossenen Sizilianer mit gegenseitigem Remisangeboten seinen Angriff gegen, A. Gerhard, nicht duchsetzen können. Es blieb beim Remis.

Otto Mutzbauer (schwarz) hatte die undankbare Aufgabe gegen einen (geschätzt) 10-12 jährigen Jugedspieler, Luis Häusler (etwa 1150 DWZ, geschätzt weit mehr), antreten zu müssen. Nach Rochaden auf verschiedene Seiten hat sich ein aggressives Spiel entwickelt. Das war die längste Partie mit etwa 4.5 Stunden. Lange ausgeglichen hat sich die Partie doch noch zu Gunsten von Otto Mutzbauer gewendet.

Andreas Szymanski (weiß) hat nach einem von seinem Gegner, Rosenberger, nicht genutzten (gefühlt) schwächeren Zug, mit einer Läuferattacke einen erfolgreichen Königsangriff eingeleitet, der zum

Erfolg führte. Oskar Lechner (schwarz) hat im Mittelspiel gegen H.~Heßdörfer, in

schwieriger Stellung eine Figur eingestellt und sich davon nicht mehr erholt. Die Partie ging verloren.

Walter Wanka (weiß) hat sein erstes Verbandspiel absolviert. Gegen B. Graul, hat er eine gute Figur gemacht und erst nach zähem Kampf eine Figur verloren und damit die Partie.

Uwe Prühl (schwarz), auch ganz unerfahren, hat die Partie gegen Weißenberger lange Zeit ausgeglichen gestaltet. Im Mittelspiel musste er in bedrängter Stellung die Dame gegen einen Turm geben. Die Partie ging verloren.

Dieses knappe Ergebnis macht Hoffnung für den Rest der Saison. Am nächsten Spieltag steht nun das Auswärtsspiel in Burgsinn an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!