Voweihnachtliche Bescherung für Prichsenstadt

Thomas Steinhauser (rechts) mit 3,5/4 bislang Topspieler in dieser Saison
Thomas Steinhauser (rechts) mit 3,5/4 bislang Topspieler in dieser Saison

Mit zwei Siegen kann sich der SC Prichsenstadt aus dem Kalenderjahr 2013 verabschieden.

Während Prichsenstadt I den Kronacher SK knapp mit 4,5:3,5 bezwang, konnte Prichsenstadt II einen 5:3 Sieg im Auswärtsspiel gegen Himmelstadt/Zellingen mitnehmen.

 

Am vierten Spieltag der Regionalliga holten die Schachspieler vom SC Prichsenstadt gegen den Kronacher SK ihren zweiten Saisonsieg. Erst in der letzten laufenden Partie stellte Richard Hilgert der Sieg sicher.
Nach knapp drei Stunden Spielzeit sicherte Tobias Löser ein erstes Remis. Mit Schwarz neutralisierte Löser den Anzugsvorteil von Heinrich Horther und gab mit diesem Remis einen soliden Saisoneinstand. Kurz darauf einigte sich auch Werner Klüber mit seinem Gegner Frank Baumgärtner auf Unentschieden, nachdem Klüber zuvor in der Eröffnung eine vielversprechende Kombinationsmöglichkeit verpasst hatte. Nach etwa drei Stunden Spielzeit brachte schließlich Wolfgang Schmitz Prichsenstadt in Führung. Walter Lechleitner hatte gegen ihn die Qualität geopfert, den resultierenden Angriff wehrte Schmitz aber kaltblütig ab und behielt entscheidenden Materialvorteil. Die Führung behielt Prichsenstadt in der Folge durch zwei Unentschieden von Dieter Krenz und Johannes Arens. Zunächst einigte sich Krenz mit Alexander Becker auf den Friedensschluss. Der Mehrbauer von Becker wurde durch aktives Figurenspiel von Krenz ausgeglichen. Bald darauf nahm auch Arens am Spitzenbrett in ausgeglichener Stellung das Remisangebot von Edgar Stauch an. Dieses mannschaftstaktische Vorgehen wurde bestätigt, als Thomas Steinhauser seine lange Zeit gute Stellung gegen Hans-Ulrich Herdin in einen vollen Punkt ummünzte. Steinhauser bestätigte seine derzeit glänzende Form, indem er die Angriffsversuche von Herdin ruhig abwehrte und mit gewinnendem Materialvorteil verblieb. Damit war Prichsenstadt 4:2 in Führung und brauchte nur noch einen halben Punkt für den Mannschaftssieg. Einen herben Dämpfer erhielten diese Hoffnungen aber, als Michael Ziegler nach knapp vier Stunden die Segel strecken musste. Mit einem starken Qualitätsopfer sprengte Tobias Becker die Stellung des Prichsenstädters. Es war für Ziegler in einem Mannschaftsspiel mit Prichsenstadt die erste Weissniederlage überhaupt. Nun wandten sich alle Augen der Partie von Richard Hilgert zu, der sich schon seit Stunden umsichtig gegen den Königsangriff durch Hans-Gerhard Neuberg verteidigte. In großer Zeitnot umging Hilgert zahlreiche Drohnungen und behielt seinen Materialvorteil. Kurz nach der überstandenen Zeitnot stellte er zwar einen Springer ein, das für die Mannschaft nötige Remis war ihm aber nicht mehr zu nehmen.
Mit diesem 4,5:3,5-Sieg kletterte Prichsenstadt in der Regionalliga auf Platz 7, punktgleich mit Platz 4-6. Am nächsten Spieltag im Januar steht das langerwartete Derby in Kitzingen an. 

 

Die Partien der 1. Mannschaft können hier nachgespielt werden.

 


Dank des Einsatzes von Tobias Löser in der ersten Mannschaft konnte Peter-Georg in der zweiten Mannschaft aushelfen. Durch die kurzfristige Zusage von Dominik Schwarz, der aus seinem Auslandssemester zurückgekehrt ist, und den Einsatz Krieners konnte eine sehr gute 2. Mannschaft in der Kreisliga aufgeboten werden. Allerdings trat auch Himmelstadt/Zellingen beflügelt durch die Erfolge der bisherigen Saison fast in Bestbesetzung an. Als erstes musste nach fast zwei Stunden Andreas Szymanski (Brett 6) nach zweischneidigem Spiel gegen Paul Amthor aufgeben. Für den umgehenden Ausgleich sorgte Rückkehrer Dominik Schwarz (Brett 7). Er konnte in einem Spiel mit heterogenen Rochaden gegen Lucas Heublein einen Bauernsturm am Königsflügel durchsetzen und mehrere Bauern gewinnen. Trotz einer schlechteren Stellung von Walter Wanka (Brett 8) nahm Peter-Georg Kriener (Brett 2) das gebotene Remis von Stefan Herrmann an. Kriener spielte mit Schwarz eine solide Caro-Kann Partie. Sein halber Punkt war nie gefährdet. Wie leider anzunehmen konnte Walter Wanka trotz zähem Kampf sein schlechteres Turmendspiel gegen Thomas Bauermees nicht mehr halten und er übersah ein einzügiges Matt (2,5:1,5). Den erneuten ausgleich für Prichsenstadt besorgte Manfred von Golitschek (Brett 1). Er konnte im Damengambit gegen Florian Wisheckel einen Läufer für einen Bauern gewinnen. Seinen Vorteil verwertete er im Endspiel sicher (2,5:2,5). Erstmals in Führung ging Prichsenstadt durch Otto Mutzbauer (Brett 5). Er konnte in einer ausgeglichenen Partie von einem Fehler seines Gegners Harald Führer profitieren, der eine Figur einstellte (2,5:3,5). Da Claudius Feidel schlechter stand boten wir Himmelstadt/Zellingen ein 4:4 an. Diese spielten aber weiter. Helmut Lindner (Brett 4) konnte mit Schwarz gegen Sebastian Gehrsitz stets den Ausgleich halten und so einigte man sich nach etwas über drei Stunden auf eine Punkteteilung (3:4). In der letzten Partie des Tages kämpfte Claudius Feidel gegen Andreas Dittmaier. In besserer Stellung mit einem Bauern mehr stellte Dittmaier seinen Läufer ein, da er eine Fesselung übersah. Die folgenden Züge spielte Claudius sicher herunter und machte mit seinem Sieg den 5:3 Auswärtserfolg perfekt. Dies war nach dem Aufstieg der erste Sieg in der Kreisliga. Dieser Sieg ist sehr hoch zu bewerten, da Himmelstadt/Zellingen an allen Brettern DWZ Vorteile hatte. In der Tabelle belegen wir momentan den 6. Platz bei 10 Teams. Am nächsten Spieltag ist der Tabellenzweite Gemünden zu Gast in Prichsenstadt.

 

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!