Prichsenstadt im Abstiegssumpf

Am fünften Spieltag der Regionalliga Nord-West musste die erste Mannschaft eine hohe 2:6 beim direkten Abstiegskonkurrenten in Weidhausen hinnehmen.

Die zweite Mannschaft verlor in der Kreisliga Mitte ebenfalls deutlich mit 2,5:5,5 gegen die Schachfreunde Burgsinn.

 

Obwohl Prichsenstadt beim Auswärtsspiel in Weidhausen bei Coburg das erste mal in dieser Saison als

nomineller Favorit in Rennen ging erlebte man eine herbe Enttäuschung. Zwar trat Prichsenstadt nur zu siebt

an, fünf der Prichsenstädter Spieler waren aber dafür leicht bis stark favorisiert. Ein erster Rückschlag für die

Mannschaft war, dass Thomas Steinhauser seine aufgrund von tiefer Eröffnungsvorbereitung nach 15 Zügen eigentlich klar gewonnene Stellung mit einem Einsteller noch zum Remis verdarb. Als Spitzenspieler

Michael Ziegler in Zeitnot noch einen überraschenden Zwischenzug übersah und aufgeben müsste, waren alle Planungen die natürlich Siege der beiden Spitzenspieler beinhalteten über den Haufen geworfen. Mit Ausnahme der Partie von Wolfgang Schmitz der seine gute Leistung mit einem schönen Opfer abschloss

und gewann, und Manfred von Golitschek der immerhin ein remis erkämpfte gelang an den anderen Bretter so gut wie nichts. An allen übrigen Brettern wurden teils mehrere krasse Fehler gemacht die in dieser Liga normalerweise nicht vorkommen dürfen und stets zum Verlust führen.

Nachdem man nach dem Sieg in Mömbris Morgenluft witterte, steckt Prichsenstadt nun wieder tief im Abstiegssumpf. Nur wenn die Formkurve der ganzen Mannschaft bald wieder nach oben

gebogen werden kann und zuletzt nicht verfügbare Spieler wieder mobilisiert werden können, besteht in den nächsten Runden eine Chance das Blatt zu wenden.

 

Beim wichtigen Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten, die Schachfreunde Burgsinn, musste die zweite Mannschaft leider auf ihren Spitzenspieler Werner Klüber verzichten, der in der ersten Mannschaft aushelfen musste. Trotzdem bahnte sich zunächst ein zäher Kampf an. Dies wurde deutlich, da die erste Partie erst nach über 2 Stunden entschieden wurde. Claudius Feidel (Brett 5) konnte seine beengte Stellung gegen Manfred Krämer nicht mehr verteidigen und gab nach Materialverlust auf (0:1). Kurz darauf konnte Andreas Szymanski (Brett 3) in einer taktischen Verwicklung in unklarer Stellung gegen Werner Kistner Material gewinnen und den Ausgleich erzielen (1:1). Wenige Minuten später gab Uwe Prühl an Brett 6 gegen Peter Herold innerhalb weniger Züge seine Partie aus der Hand und musste aufgeben (1:2). Wiederum dauerte es nicht lange, bis Dominik Schwarz (Brett 4) erneut ausgleichen konnte. In wohl ausgeglichener Stellung mit Turm und Läufer und je 4 Bauern übersah sein Gegner Armin Hirschmann eine einzügige Mattdrohung und wurde matt gesetzt (2:2). Als nächstes konnte unser Jugendspieler Philipp Eckoff an Brett 8 gegen Pascal Schelbert einen halben Punkt beisteuern. In der Eröffnung und im Mittelspiel konnte sich unser Spieler mit zwei Mehrbauern einen großen Vorteil erspielen. Im Verlauf der Partie verlor er jedoch eine Figur und musste um das Remis kämpfen. Seine beiden Mehrbauern brachten ihm jedoch das benötigte Gegenspiel und kamen ins Rollen. Schwarz lies eine Umwandlung jedoch nicht zu und man einigte sich auf die Punkteteilung (2,5:2,5). Knapp 4 Stunden versuchte Michael Köhler (Brett 7) die interessante Eröffnungsbehandlung seines Gegners Alf-Bodo Graf zu widerlegen. Leider gelang es ihm nicht mit einem interessanten Figurenopfer den im Zentrum stehenden König gewinnbringend zu attackieren. Im weiteren Verlauf konnte sich sein Gegner immer mehr befreien und seine Mehrfigur reichte zum Gewinn aus (2,5:3,5).

Am längsten mit über 4 Stunden wehrten sich unsere beiden Spitzenspieler. Otto Mutzbauer (Brett 2) konnte seine Stellung gegen Harald Jäger lange ausgeglichen halten. Nach über vier Studnen konnte sein Gegner aber schließlich gewinnbringend eine Figur gewinnen und der Mannschaftskampf war entschieden (2,5:4,5). Am längsten kämpfte unsere Spitzenspielerin Annette Burzler um das Remis. gegen Frank Schilling konnte sie in einem Sizilianer mit heterogenen Rochaden die Stellung lange im Gleichgewicht halten. Nach und nach zeigte sich jedoch, dass der weiße Springer den schwarzen Läufer dominiert und die Bauernumwandlung war nicht mehr zu verhindern (2,5:5,5).

Mit dieser etwas zu deutlichen 2,5:5,5 Niederlage bleiben wir weiterhin auf dem letzten Platz der Kreisliga Mitte. Im nächsten Spiel geht es gegen Unterdürrbach, wo es auch nicht einfach wird  dringend benötigte Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.           

Unser Vereinsabend findet jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Café Römer in Prichsenstadt statt.

 

Die Jugend trifft sich freitags ab 17.30 Uhr im Café Römer.

 

Egal welche Spielstärke jeder ist bei uns willkommen eine Partie zu spielen!